Kartoffel-Gurken-Salat

Wer Sushi seltsam findet, sollte sich mal mit Japanern über Kartoffelsalat unterhalten. Weil kalte Kartoffeln mit rohen Zwiebeln, Essig und Öl zu mischen ist für sie mindestens so fremd wie für uns, rohen Fisch in kalten Reis und Seetang zu rollen.

Was uns bei all dem eint ist die tiefe Verehrung für unsere jeweiligen Nationalspeisen – und der Streit, ob Mayonnaise dran darf oder nicht. California Rolls heißen Sushi mit Mayo und die findet man auch in Tokio; einen Westfälsichen Kartoffelsalat (der außer Mayo unter anderem noch Äpfel hat) muss man in der südlichen Heimatregion der Cucina Montesole suchen.

Wir sparen uns die Sucherei und machen eine Version, die zum Schnitzel wie zum Würstl passt, also mit Essig, Öl, Zwiebel, Gurke; und ohne Brühe – weil schön speckige Bio-Kartoffeln für sich sprechen und schmecken.

Die werden gleich nach dem Kochen gepellt, geschnibbelt und noch warm angemacht, damit der Salat schön schlotzt. Und weil so ein K-Salat dazu kräftig saugt, nicht vergessen, nach dem Ziehen nochmal nachzuwürzen.

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