Spaghetti aglio e olio. (Con peperoncino. E prezzemolo.)

Spaghetti. Knoblauch. Öl. In diesem Gericht ist wirklich drin, was der Name verspricht. Nicht mehr (ok, zu der Klammer im Titel kommen wir noch) und nicht weniger. Was wie bei allen Einfach-und-gut-Rezepten bedeutet, dass die Details stimmen müssen – bei den Zutaten wie bei der Zubereitung.

Erstmal zu den Zutaten. Und da sind Spaghetti die erste Wahl. Weil sie in ihrer langen und dünnen Gleichmäßigkeit das Knoblaucharoma schnell und komplett annehmen und weil sie mit ihrer Feinheit das Gericht vor Plumpheit schützen – „Hörnchen in Knoblauchöl“ schmecken dagegen so wie sie heißen.

Dann Aglio, Knoblauch also. Den gibt es bei uns meistens getrocknet (nicht: vertrocknet), was besser für dieses Gericht ist als zu frischer, dessen Aroma zu rasch verduften kann. Was gar nicht geht, ist strohiger Geschmack – riechen die Zehen nach altem Gras, lieber Nudeln mit Ketchup kochen. Ebenso, wenn es grün aus ihnen sprießt.

Olio schließlich, das Öl. Von der Olive, klar. Und wenn da wie bei unserem Schulkanister noch „Extra Vergine/Virgin“ draufsteht (was heißt, dass es aus ganz frisch geernteten und damit kaum vergorenen Oliven ohne Hitze von außen gepresst wurde), ist das noch besser. Und „bio“ ist auch gut. Dass unseres aus Kreta kommt, möge Italien uns verzeihen.

Jetzt zur Zubereitung. Die ist ganz einfach, so wie das bei Pommes frites oder Kartoffelbrei auch ist. Warum schmecken die trotzdem nicht immer gleich (und werden deswegen gern aus der Tüte genommen)? Weil bei drei Zutaten und zwei Arbeitsschritten ein kleiner Fehler schneller groß wirkt als bei einem stundenlang mit 1001 Gewürzen geschmortem Curry.

Tatsächlich war der Weg zu unserem Rezept ein langer und respektvoller, der selbst einen Kochlehrer für Jahre vor Rätsel gestellt hat. Irgendwann war’s dann aber soweit und „aglio e olio“ flutschte – so sehr, dass sogar ein bisschen dran geschraubt werden konnte. Mit Chili (peperoncino) und Petersilie (prezzemolo). Der Spritzer Zitrone ist in diesem Jahr neu dazugekommen – Top-Tipp von einem Schüler, der sofort aufgenommen wurde. Andiamo!

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